Brautmode gestern und heute

Brautmode gestern und heute

Die bewegte Geschichte des Brautkleides im Wandel der Zeiten.

Brautmode gestern und heute – wer glaubt, Weiß sei schon immer die Farbe des Brautkleides, irrt leider. Diese gängige Ansicht trifft zwar heute auf die Mehrzahl der Eheschließungen zu – doch das war nicht immer so. Das Brautkleid blickt auf eine lange und symbolträchtige Geschichte zurück, in der die Hochzeitsfarbe wiederholt wechselte. Auch die verschiedensten Mythen und Aberglauben spielten in der Brautmode vergangener Zeiten eine große Rolle. Über manche Bräuche mag man heute lächeln, aber gleichzeitig ist es ganz interessant, etwas über deren Ursprung zu erfahren.
Mottohochzeit Berlin
Bild: Fotolia

Schlicht und in Gelb

Vor gut 2000 Jahren wählten die Bräute für ihren Hochzeitstag eine spezielle Tunika, ein waden- oder knöchellanges Hemd, das geradlinig geschnitten war. Um die Taille zu betonen, trug die Frau einen Holzgürtel, der mit einem besonderen Knoten, dem  sogenannten Knoten des Herkules, geschlossen wurde. Nach der Trauung verabschiedeten sich die Gäste, und der Bräutigam musste den kniffligen Knoten am Festkleid lösen. Gelb war zu Zeiten des alten Roms die bevorzugte Farbe für die Brautmode. Sowohl die Stola, die über die Tunika gelegt wurde, als auch Schleier und Sandalen waren gelb.

Aufwendig und in kräftigen Farben

Im Mittelalter war das Brautkleid vor allem eines: ein Statussymbol. Die Familie der Braut stellte mit einem prachtvollen Gewand ihren Reichtum, die gesellschaftliche Stellung und Macht zur Schau. Kostbare Stoffe wie Samt, Seide, Silber- oder  Goldbrokat dienten als Material für das Brautkleid. Dazu kamen aufwendige  Stickereien, Applikationen, Halbedelsteine und oftmals auch das Familienwappen.
Weiß war auch in jener Epoche nicht angesagt, sondern Rot-, Grün- und Blautöne machten in der Brautmode das Rennen. Vor allem am Hofe trug man mantelartige Obergewänder. Ab etwa 1475 wurde das Mieder des Festkleides offenherziger: Ein tiefes Dekolleté und ein runder Rückenausschnitt hielten Einzug in die Festtagsgarderobe. Die luxuriösen Brautkleider waren allerdings den vornehmen und begüterten Familien des Adels und des Bürgertums vorbehalten. In den unteren Schichten trug die Braut meistens ihr schwarzes Sonntagskleid.


Ganz in Schwarz und sittsam

Schwarz entwickelte sich im 16. Jahrhundert zur Trendfarbe für die Brautmode. Die Gepflogenheiten des spanischen Hofes, zu denen hochgeschlossene Kleider, strenge Schnitte und Schwarz als Farbe der Frömmigkeit zählten, setzten sich auch für den Tag der Hochzeit durch. Die Braut trug ein dunkles Kleid mit langer Schleppe und Spitzenüberwürfen, darüber oft noch eine bestickte und mit Bändern verzierte Schürze. In dieser Zeit gab es keine großen gesellschaftlichen Unterschiede, zumindest nicht in punkto Festkleid. Bräute aus der Oberschicht, dem Bürgertum und auch aus ländlichen Gegenden – alle heirateten in Schwarz. Der Vorteil lag auf der Hand: Die dunkle Robe war einfacher zu reinigen und außerdem konnte sie zu den unterschiedlichsten Anlässen erneut angezogen werden. Damals war es nämlich unvorstellbar, ein Festkleid zu nur einer einzigen Gelegenheit zu tragen. Für die Landbevölkerung waren Kirchgangskleidung und festliche Trachten bis ins 19. Jahrhundert hinein die bevorzugte Wahl.
Brautmode Berlin
Bild: Pixelio

Weiß und unschuldig

Weiße Hochzeitskleider kamen mit dem Ende des 17. Jahrhunderts auf – allerdings sehr zögerlich. Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts sah man sie nur vereinzelt, und sie wurden ausschließlich vom reichen Bürgertum oder am Hofe getragen. Ausgehend von den Adelsfamilien eroberte die Farbe Weiß dann zu Beginn des 19. Jahrhunderts langsam alle Bevölkerungsschichten, bis es allgemein üblich wurde, dass jedes ehrbare Mädchen in der Farbe der Unschuld und Reinheit vor den Traualtar tritt. Allerdings blieb auf dem Lande noch lange die Tradition des schwarzen Brautkleides bestehen, weil es praktischer war.
Seit dem 20. Jahrhundert ist Weiß nicht mehr aus der Hochzeitsmode wegzudenken. Dabei haben die Brautkleider nahezu jeden Modetrend mitgemacht. Anfangs sollte vor allem die bürgerlich-kirchliche Moral verkörpert werden – die Jungfräulichkeit der Braut, welche mit Reinheit gleichgesetzt wurde. Ein voluminöser Schleier umhüllte die Braut wie ein kostbares Geschenk. Anfang der 20er Jahre wurden die Kleider kürzer, und sie waren schmal im Schnitt. Das komplette Gegenteil wurde nach dem Zweiten Weltkrieg modern: Kleider mit weit schwingendem Rockteil. Dann folgten körperbetonte Kostüme in hellen, aber ebenso dunklen Farben, und in den extravaganten 70er-Jahren waren selbst Minikleid oder Hosenanzug möglich. Ein buntes Brautkleid war nun nicht mehr ein Zeichen des Mangels wie in den Kriegsjahren oder gar der „Makel“ einer schwangeren Braut, sondern zeugte vom gewachsenen Selbstbewusstsein der Frau.

Ihr passender Anbieter für Brautmoden

Anactacia Berlin

Brautmoden Concept Store

Inh. N. O. Krech
Poschingerstraße 32a
12157 Berlin-Steglitz

Anactacia Berlin

Brautmoden Concept Store

Inh. N. O. Krech
Poschingerstraße 32a
12157 Berlin-Steglitz

Anactacia Berlin ist ein Brautmoden-Concept-Store. Hier wird für Träumerinnen, Prinzessinnen, Minimalistinnen, Haute-Couture-Liebhaberinnen und vor allem unsterblich verliebte Frauen einzigartige Brautmode designt und maßgeschneidert.

Lassen Sie sich von der Vielfalt begeistern. Wählen Sie Ihren persönlichen Stil: Egal, ob elegant oder romantisch, ob minimalistisch-schlicht oder einzigartig-modern, mit feinen oder von handbestickten Spitzenapplikationen und atemberaubenden und nie gesehenen Schnitten.

Dafür hat Anactacia einzigartige und motivierte Designer aus ganz Europa für Sie vereint.

In der angenehmen Atmosphäre mit einem feinen Gespür für Perfektion gestalten die Designer gemeinsam mit Ihnen ihr perfektes und einzigartiges Brautkleid. Es wird speziell für Sie in kleinen, ausgewählten Manufakturen sorgsam angefertigt – aus in Europa gefertigten Stoffen, aus Spitze und mit traditioneller Handstickerei.

Anactacia Berlin unterstützt Sie bei diesem besonderen Entwicklungsprozess Ihres Brautkleides und findet die perfekten Accessoires dazu.

Serviceleistungen

Das perfekte Brautkleid – maßgeschneidert

Bei der Anfertigung nach Maß spielt die gewünschte Kleidergröße keine Rolle. Die Designer sind auf Unter- und Übergrößen sowie auf Brautkleider für schwangere Bräute spezialisiert. Durch jahrelange Erfahrung wird Ihre Figur vorteilhaft in Szene gesetzt, so dass Sie sich an Ihrem Hochzeitstag rundum wohlfühlen können.

Finanzierung

Ihr Brautkleid können Sie bis zum vereinbarten Termin der Abholung bequem in Raten zahlen – ohne zusätzlich anfallende Kosten. Es werden keine Zinsen für die Ratenzahlung erhoben. Das ermöglicht es Ihnen, den gesamten Kaufpreis bequem abzubezahlen, während Sie Ihre Hochzeitsfeier planen.

Versand

Sie haben Ihr Wunschkleid im Sortiment von Anactacia Berlin gefunden und Sie sind sich sicher, dass es „IHR Brautkleid“ ist, aber der Weg nach Berlin ist zu weit für eine Anprobe? Anactacia sendet Ihnen das/die Brautkleid/er für die Anprobe zu. (Für weitere Fragen und Information setzen Sie sich mit den Kundenberaterinnen telefonisch in Verbindung.)

Reinigungsservice

Das Atelier bietet Ihnen eine professionelle und schonende Brautkleid-Reinigung. Das Hochzeitskleid wird ohne chemisch hergestellte Mittel gereinigt. Es kommen ausschließlich biologische Reinigungsverfahren zum Einsatz, damit empfindliche Verzierungen, feine Spitze und die hochwertigen Stoffe nicht beschädigt werden.

Änderungsservice

Änderungen werden im hauseigenen Schneideratelier ausgeführt. Jede Änderung ist so individuell wie auch Sie als Braut. Das entscheidende Anliegen besteht darin, dass Sie ein perfekt sitzendes Brautkleid tragen können. Daher werden Sie gern bei einer Brautkleid-Änderung unterstützt. Und das auch bei nicht hauseigenen Modellen oder Kleidern von anderen Herstellern.

Last-Minute-Express-Änderungsservice: Ihre Hochzeit steht bereits in Kürze an? Dann nutzen Sie den Express-Service! Dieser wird mit 30 % Aufschlag berechnet. Die Änderungen werden dabei innerhalb 1 bis 2 Wochen fertiggestellt.

Style-Beratung

Sie wünschen sich eine Style-Beratung, um Ihren ganz persönlichen Braut-Look herauszufinden?

Eine exklusive Styling-Beratung für 380 € beinhaltet:

  • 90 Minuten exklusive Beratungszeit
  • durchgeführt von einer erfahrenen Stylistin
  • Expertise zur Typberatung und Körperform
  • Anprobe von bis zu 10 Brautkleid-Modellen
  • Auswahl dazu passender Accessoires
  • inklusive Prosecco Empfang, Fingerfood & one-of-a-kind Braut-Gefühl

Telefon: 0151 45771133

E-Mail: anactaciaberlin@gmail.com
Website: www.anactacia-berlin.de

In eigenem Fenster zeigen

Details
Zuklappen

Brautkleid Berlin
Bild: Ladybird.nl

Alles ist möglich

Und heute gilt: Eine Braut darf jedes Kleid aussuchen, das ihr gefällt und das zu ihrem persönlichen Stil passt – unabhängig von Länge, Schnitt, Material und Farbe.
Dennoch stehen weiße Brautkleider immer noch ganz oben auf der Wunschliste, denn sie stellen etwas ganz Besonderes dar und unterstreichen den festlichen Anlass.
Und auch von den Großmüttern überlieferte Bräuche und Aberglauben werden heute noch respektiert; als Traditionspflege, selbst wenn man den Inhalt mit einem Zwinkern sieht.
„So viele Stiche, so viele Tränen“, lautet beispielsweise ein altes Sprichwort. Es verheißt Unglück, wenn man sein eigenes Brautkleid selbst schneidert.
Ein anderer Aberglaube besagt, dass das Hochzeitskleid nicht vor dem Trautermin fertig genäht sein darf. Auch das bringe Unheil über die Braut. Sie haben Ihr Braut-Outfit schon komplett in einem Fachgeschäft in Berlin, Potsdam oder Brandenburg gekauft? Bloß die Ruhe bewahren, denn ein bisschen Tricksen ist erlaubt: Eine kleine Verzierung lässt sich leicht entfernen und am Hochzeitstag wieder annähen!
Der wohl bekannteste Brauch rund ums Brautkleid ist der, dass der zukünftige Ehemann das Festgewand seiner Angebeteten auf keinen Fall vor der Trauung sehen darf. Sonst sei es mit dem Eheglück binnen kürzester Zeit vorbei. Die meisten Bräute halten auch heute noch an diesem Ritual fest: weniger, weil sie der Prophezeiung glauben, sondern weil sie den Liebsten mit dem Traum-Outfit überraschen möchten.
Natürlich möchte jedes frisch vermählte Paar, dass sein Glück für immer hält. Um dies zu unterstützen, sollte das Brautkleid möglichst viele Knöpfe haben: Pro Knopf wird der Braut angeblich ein glückliches Ehejahr beschert. Geldsegen hingegen komme, wenn sich die Braut am Hochzeitstag einen Glückspfennig in den Schuh steckt. Das Paar bliebe das ganze Eheleben hindurch gut betucht.

Verwandte Themen


Mehr über Stilberatung und Brautmoden erfahren Sie in unserem Magazin!

Magazin Heiraten in Berlin und Brandenburg 2021

Heiraten in Berlin, Potsdam und Brandenburg

Das Magazin „Heiraten in Berlin, Potsdam und Brandenburg“ hat über 200 Seiten rund um das Thema Hochzeit. Sie können online blättern oder es direkt nach Hause bestellen!

online blättern

Sie wollen in Berlin heiraten? Im Magazin „Heiraten in Berlin, Potsdam und Brandenburg“ erfahren Sie alles, was Sie in Sachen Hochzeitsplanung interessiert. Informationen und Tipps zur Brautkleid-Auswahl, zu den Trauringen, Braut-Make-up oder auch welche Hochzeitslocation sich am besten eignet.

Möchten Sie sich bei uns präsentieren?

Dann fordern Sie die Mediadaten an!