Junggesellenabschied und Hennenparty

Junggesellenabschied und Hennenparty

Junggesellenabschiede, wie wir sie heute kennen, haben ihren Ursprung im antiken Griechenland. Damals unterzogen die Brauteltern den künftigen Schwiegersohn einer eingehenden Prüfung und Beurteilung.

Daraus wurden später die Polterabende, die seit dem 19. Jahrhundert im deutschsprachigen Raum am Vorabend der Hochzeit gefeiert werden. In Großbritannien und den USA begehen Verwandte und Freunde diesen Tag traditionell als reine Frauen- bzw. Männerabende.

Vorbereitung

Auch wenn vieles erlaubt ist zum Junggesellenabschied bzw. zur Hennenparty – man veranstaltet sie besser nicht am Tag vor der Hochzeit. Schließlich sollten weder Braut noch Bräutigam mit einem Kater vor den Traualtar treten. Ideal ist ein passendes und lustiges Programm, das nicht zu sehr über die Stränge schlägt.

In der Regel werden Junggeselle oder Junggesellin von Freunden zu Hause mit dem Auto, einer speziellen Limousine oder einem Partybus abgeholt. Auch eine gemeinsame Straßenbahnfahrt ist möglich. Gleiche T-Shirts mit einem passenden Spruch für alle Beteiligten sind hingegen Geschmacksache. Wichtig ist, dass die Freunde den „Geschmack“ der Braut oder des Bräutigams treffen und diese sich später gern an den Abend erinnern.

So sollten die Freunde der zukünftigen Brautleute deren typische Leidenschaften oder Hobbys kennen und bei der Planung des Junggesellenabschieds und der Hennen-Party berücksichtigen. Es kommt also nicht darauf an, einen besonders spektakulären und feuchtfröhlichen Abschied aus dem Single-Dasein zu organisieren, sondern einen netten Abend im Freundeskreis. Wer traditionell mit dem Bräutigam von Kneipe zu Kneipe ziehen will, sollte den Junggesellenabschied besser ein bis zwei Wochen vor die Trauung legen.

Kombiniert wird der Abend dann oftmals mit dem Lösen verschiedener Aufgaben wie dem Verkauf von Feuerzeugen, Kondomen oder Schnäpsen an Passanten.

Ideen sind gefragt

Die Freunde des Bräutigams sollten sich etwa 4 Wochen vor der Trauung treffen, einen Termin und eine Teilnehmerliste des Junggesellenabschieds festlegen, die Finanzierung regeln und über witzige, sportliche oder kreative Unternehmungen an diesem besonderen Tag beraten.

In Berlin und Brandenburg stehen dazu eine Vielzahl kreativer Angebote zur Wahl: der Besuch eines Spaßbades, einer Karaoke-Bar, eines Koch- oder Bierbrauerkurses, ein Bowling-, Billard- oder Dartabend, eine geführte Fahrt mit dem Segway oder Quad, eine Bootsfahrt auf der Spree, eine Fahrt mit dem Heißluftballon, ein Kurs im Klettern oder Bouldern in einer Kletterhalle, ein Heimwerker-Kurs in einem Baumarkt, ein – natürlich vorher angemeldeter – Grillabend, eine Radtour oder der Besuch einer Comedy-Vorstellung. Oder man erfüllt einen besonderen Wunsch des Bräutigams.


Bild: Archiv

Aufgaben für den Bräutigam

Entscheidet man sich für einen Rundgang durch Berlin, kann dieser durch geschickt eingebaute Aufgaben für den Junggesellen aufgelockert werden. So könnte dieser etwa von einem Podest herunter eine öffentliche Versteigerung zum Beispiel einer Flasche Sekt übernehmen. Oder man lässt den Junggesellen einen Ausschnitt aus dem Buch „Feuchtgebiete“ oder „Fifty Shades of Grey“ vorlesen.

Er kann sich aber auch den Passanten als Schuhputzer (Schuhcreme nicht vergessen) oder Gitarrenspieler anbieten und für sein Engagement einen kleinen Obolus verlangen. Nicht zu vergessen das traditionelle Kehren der Rathausstufen.

Junggesellinnenabschied

Das Pendant zum Junggesellenabschied hat hierzulande noch eine recht junge Tradition. Ähnlich wie bei den Männern kann es bei der sogenannten „Hennenparty“ etwas deftiger zugehen. Keipentouren, Kondomverkauf aus dem Bauchladen und bezahlte Küsse von Fremden zählen zu diesen Standards.

Auch hier gilt: Witzig geht vor peinlich. Die künftige Braut muss sich wohlfühlen und sollte nicht vorgeführt werden. Über lustige Verkaufsaktionen auf der Straße etwa lässt sich bei Passanten etwas Geld eintreiben, damit der flüssige Nachschub gesichert ist. Gern werden auch T-Shirts mit frechen Aufdrucken oder Kostüme eingesetzt, um Aufsehen zu erregen. Die Braut kann mit Schärpe, Schleier oder Krönchen herausgeputzt werden. Feste Regeln gibt es nicht. Wichtig ist nur, dass Braut und Freundinnen Spaß haben und etwas unternehmen.

Das kann auch eine lustige Radtour, ein Kino- oder Restaurantbesuch oder ein gemeinsames Wellness-Wochenende sein. Selbst in den eigenen vier Wänden kann ein Junggesellinnenabschied zu einer ausgelassenen Party werden. Spiele wie „Activity“ oder „Tabu“ etwa können als Lockerungshilfe dienen.

Autor: Ulrich Nelles


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